
Ein wunderbares Buch! - In diesem Buch lebt man mit! Man lernt Hermann Buhl auf eine ganz neue Weise kennen. Seine Leidenschaft zu den Bergen, sein unerschütterlicher Mut, seine Einstellungen und Wünsche. Man begleitet Hermann Buhl von Anfang an, als er noch in den Kinderschuhen steckte und nur mit Socken bekleidet die Wände erkletterte. Bis hin zu seinen ersten Winterbesteigungen und schließlich zum Nanga Parbat. Der letzte Teil ist von Kurt Diemberger geschrieben, der mit Hermann Buhl erst auf dem Broad Peak war und schließlich auf der Chogolisa wo Hermann Buhl ums Leben kam. Er ist eine der größten Bergsteigerlegenden unserer Zeit und ich empfehle jedem dieses Buch - es zieht einen in seinen Bann und mit hinein die Welt Hermann Buhls!
Spannend und mitreißend - In dem autobiografischen Bericht schildert Buhl sein Bergsteigerleben. Im ersten Teil geht es um seine Entwicklung als Kletterer, der zweite Teil schildert seine Erstbesteigung des Nanga Parbat, im letzten Teil geht es um den Broad Peak und um seinen Tod an der Chogolisa (vom Bergkameraden Diemberger geschrieben). Dies wird ergänzt durch die Expeditions-Tagebücher.Der erste Teil des Buches hat sicherlich teilweise (gerade für Nichtkletterer) Längen und das zieht sich etwas zu lesen. Die Besteigung des Nanga Parbat ist dagegen so mitreißend geschrieben, dass man die Kälte und die Anstrengungen mitfühlt. Wenn man weiterliest, hat man am Ende Hermann Buhl so in Herz geschlossen, dass es einen traurig macht, in der Beschreibung vom Diemberger den Tod von Buhl erleben zu müssen.Hermann Buhl klagt in seiner Beschreibung die anderen beiden Mit-Erstbesteiger nicht an, obwohl die Schwierigkeiten der Expdition am Broad Peak in den Tagebüchern deutlich werden. Dies zeichnet Buhl als fairen Sportsmann aus.Alles in allem eine großartige Biografie eines der größten Sportler überhaupt. Eigentlich fünf Sterne - für die Längen am Anfang ziehe ich einen Stern ab. Dies Buch gehört in das Regal von jedem Kletterer!
Buhl hautnah! - Das Buch bietet einen interessanten Einblick in die bergsteigerischen Heldentaten des großen Bergsteigers Hermann Buhl, immerhin Erstbesteiger zweier achttausender Gipfel (Nanga Parpat/Broad Peak).Buhl schildert seine ersten Gehversuche als Bergsteiger in den Alpen und wie er sich an immer schwierigere Gipfel wagte, bis hin zu den o.a. Erstbesteigungen.Kernstück des Buches bilden die Schilderungen der Besteigungen des Nanga Parbat im Alleingang, des Broad Peak und der Tod von Hermann Buhl an der Chogolisa.Letzteres wird von Buhls Begleiter, dem ebenfalls sehr bekannten Bergsteiger Kurt Diemberger geschildert, der mit Buhl die Chogolisa besteigen wollte.Das Buch erschien erstmals 1954, Buhl schreibt objektiv und gut lesbar, manchmal aber doch auch etwas romantisch-verklärt, allerdings gerade seine Beschreibung vom Kampf mit dem Nanga Parbat sind den Kauf des Buches wert. Man fühlt sich ganz nah dran und kann fast mit Buhl mitleiden.Ergänzt wird das Buch durch die Tagebücher Buhls jener Zeit, die erst jetzt veröffentlicht wurden und so nochmal einen intimeren Einblick gewähren und rund 40 Fotos. Ein gutes Buch!
Eines der faszinierendsten Bergsteigerbücher überhaupt - Hermann Buhl war ein leidenschaftlicher, genialer und dabei bescheidener Bergsteiger, der alpine Geschichte geschrieben hat. Die gleichen Prädikate gelten für sein Buch. Bescheidenheit ist Reinhold Messner nicht zuzuschreiben, der sich zumindest gerne als Philosoph und Entdecker alpiner Stilrichtungen feiern lässt, die Buhl schon Mitte des letzten Jahrhunderts entwickelt und realisiert hat. Besteigung eines Achttausenders ohne Sauerstoff. Besteigung eines Achttausenders im Alleingang. Besteigungen im Himalaya im Alpinstil, d.h. ohne die gigantische Logistik von Lagern und Lastenträgern. Biwak alleine in einer Höhe von 8000 Metern. Phantastische Leistungen bei Erstbegehungen in den Alpen im Alleingang und im Winter. Ich freue mich, dass dieser Klassiker als Neuauflage erschienen ist und kann die Lektüre jedem Bergbegeisterten als Genuss und Gewinn auf der ganzen Linie empfehlen.