Bergsteigen : Aufbruch ins Ungewisse: Abenteuer zwischen K2, Sinkiang und Amazonas

Aufbruch ins Ungewisse: Abenteuer zwischen K2, Sinkiang und Amazonas

EUR 10,00


Hans Kammerlander selbst Himalaya-Ikone, schwärmt von Kurt Diemberger in den höchsten Tönen. Im Vorwort schreibt er unter anderem: „Er ist ein Reisender zwischen den Welten, zugleich einer der schillerndsten Alpinisten unserer Zeit“. Damit befindet sich Kammerlander in bester Gesellschaft mit anderen Anhängern des seit nun mehr rund 50 Jahren aktiven Kletterers. Bei einem Alpinismus-Kongress kündigten ihn die Organisatoren einmal mit den Worten an: „Living Legend Live“. Und diese Lorbeeren sind gewiss nicht übertrieben, denn was der Salzburger Ausnahmebergsteiger bereits alles vollbracht hat, ist tatsächlich legendär. Zwei Erstbesteigungen von Achttausendern sind nur die Krone einer bewegten Berg-Chronologie. Mit Julie Tullis bildete er zudem Jahre lang das „höchste Filmteam der Welt“ und schickte spektakuläre Bilder vom Mount Everest und dem K2 in die europäischen Haushalte. Nun hat der „Kameramann der Achttausender“ die Filmausrüstung gegen die Tastatur getauscht. Sein knapp 400 Seiten starkes Buch Aufbruch ins Ungewisse ist dabei eine Art „Best Of life“ und somit gleichermaßen ideal für Diemberger-Neueinsteiger wie auch für langjährige Diemberger-Fans. Denn selbst wenn die Abenteuer an Broad Peak, Dhaulagiri und K2 schon dem ein oder anderen bekannt vorkommen dürften, so warten dennoch eine Reihe von unbekannteren Trips -- zur Riesenschaumrolle an der Königsspitze, ins Shaksgamtal auf der geheimnisvollen Seite des Karakorum und zur Ama Pujung. Die Bergtour mit dem großen Hermann Buhl ist zwar nicht unbekannt, dafür aber Diembergers Sicht seines Todes. Nicht minder spannend lesen sich die erschütternden Einzelheiten des Überlebenskampfes am K2, den Diemberger nur knapp gewinnt. Doch in Diembergers Lesereise durch sein Abenteuerleben geht es nicht nur um Berge, selbst wenn die Coverfotos von Eisbart und Schneegipfel dies nahe legen. Er macht sich auch zu anderen Ufern auf, nämlich in die tropischen Regenwälder Südamerikas. Der Amazonas-Ausflug füllt jedoch nur eine von 18 Episoden, weshalb niemand auf die Idee kommen dürfte, Diemberger einen Amazonisten statt einen Alpinisten zu nennen. Hans Kammerlander erst recht nicht.-- Christian Haas

Diemberger setzt Maßstäbe - Kurt Diemberger ist der einzig noch lebende Bergsteiger, dem zwei Erstbesteigungen von Bergen jenseits der 8000er Marke gelungen sind. Ich kann nur raten, sofern dazu die Möglichkeit besteht, einen Vortrag von Kurt zu besuchen. Man hat fast den Eindruck, eine Chronik des Alpinimus in zwei Stunden vermittelt zu bekommen. Dieser Mann hat einfach alles erlebt. Von den Anfängen, wo er sich als extrem ambitionierter Bergsteiger mit den einfachsten Mitteln begnügen musste, bis zum Massenbergsteigen, was seine Kameradin Julie Tullis am K2 das Leben kostete. Und all das steht auch in diesem Buch. Kurt Diemberger war auch dabei als der damals wohl beste Bergsteiger der Welt, Herrman Buhl, durch einen Wächtenabbruch auf der Chogolisa abstürzte. Allein als historische Dokumenentation ist dieses Buch als ein Zeugnis der Geschichte des Alpinismus sehr lesenswert. Wer einfach nur unterhaltsame Bergsteigergeschichten hören möchte, wird hier ebenso bedient.

absolut empfehlenswert - Kurt Diemberger ist ja der Erstbesteiger von 2 Achttausendern, und außerdem der einzige noch Lebende, der dieses Kunststück vollbracht hat.-Beim Lesen merkt man, dass eine echte Abenteurerseele in Ihm steckt, und genauso spannend wie er es erlebt haben muss, bringt er es rüber.Herrliche Landschaftsbeschreibungen, sein berufliches Verhältnis zu Julie Tullis, mit der er viele gemeinsame Träume hatte, deren größter es war, Ihren geliebten K2 zu bezwingen. Am Ende kommt nur Kurt zurück, während Julie für immer dem Berg gehört.Ganz besonders interessant ist Diembergers Beschreibung seines Seilgefährten Hermann Buhl, den er nicht nur als Bergsteiger verehrte, sondern auch ganz besonders als Mensch schätzte. Das Buch ist gespickt mit Anekdoten aus dem Bergsteigerleben, die sowohl Sherpas, Japaner als auch Italiener betreffen.Absolut lesenswert

Ein faszinierender Mensch ... - ... hat ein faszinierendes Buch über sein Leben als Bergsteiger, Abenteurer und Kameramann geschrieben. Besonders in den ersten Kapiteln spürt man die Liebe Diembergers zur Natur, zu den Bergen, ja sogar zu den Steinen. Es ist kein Buch, in dem es vorrangig über die Technik des Bergsteigens geht, sondern eher um die Gefühle dabei und um tiefe Freundschaften, die sich am Berg gebildet haben.Diemberger ist der Mann, der den legendären Hermann Buhl zuletzt lebend gesehen hat, bevor dieser am Chogolisa in den Tod stürzt. Er hadert mit dem Tod seiner langjährigen Gefährtin Julie Tullis, die am K2 stirbt, nachdem sie den Gipfel beim dritten Anlauf endlich bezwungen haben. Gerade dieser Tod macht Diemberger sehr zu schaffen, er verwirklicht noch Jahre danach Träume, die sie einst gemeinsam gehegt haben.Es ist ein unheimlich ergreifendes Buch, weil der Autor sehr eindringlich erzählt und seinen Gefühlen wirklich freien Lauf lässt.Uneingeschränkt empfehlenswert!

Mal kein großer Gipfelstürmer - Es ist schön, die Erzählung von jemandem zu lesen, dem es nicht nur um die Gipfel ging, sondern um die Landschaft, das Erkunden und Entdecken. Das Buch ist beeindruckend, mit interessanten und aufschlussreichen Skizzen, die den Verlauf der Besteigungen und Erkundungen auch für Ortsunkundige nachvollziehbar macht. Die Erzählungen im Buch sind überschattet von der Tragödie am K2, bei der zahlreiche Bergsteiger und darunter auch seine Berg- und Filmpartnerin Julie Tullies ums Leben kamen. Immer wieder kommt K.D. auf dieses Thema zurück. Teilweise ergeht er sich in Schuldzuweisungen, Erklärungen und Richtigstellungen, die für mich als Leserin manchmal schon zu breitgetreten wurde. Das Thema Amazonas, das auch im Titel erscheint, ist zwar witzig, steht aber in überhaupt keinem Zusammenhang zu Zeit, Ort, Geschehnissen, Stil usw zu den vorhergehenden 90% des Buches. Nur der Hauptdarsteller ist der gleiche. Es liegt die Vermutung nahe, daß es sich dabei um ein Kapitel handelt, daß schon seit langer Zeit geschrieben in einer Schublade lag und bislang in kein Buch reinpasste. OK. Auch wenn es thematisch echt nicht recht reinpasst, so ist es doch unterhaltsam. Aber es hat halt nix mit dem restlichen Buch zu tun.




Aufbruch ins Ungewisse: Abenteuer zwischen K2, Sinkiang und Amazonas